In der Bibliothek werden als Kapselschriften dünne, meist nur geheftete Publikationen bezeichnet, die nicht wie Bücher im Regal aufgestellt, sondern in Schachten oder Schubern aufbewahrt werden.
So ist es auch hier. Es geht um kleine Texte, und um Bilder und Fragmente die in diesem Blog wie in einer Schachtel versammelt werden. Neben neuen Inhalten gibt es hier auch ältere Beiträge, die in mittlerweile aufgegebenen Blogs oder auf vergessenen Mailinglisten publiziert worden sind.
Thematisch geht es um Bücher und Bibliotheken, um Texte und Sprache, wobei der digitale Wandel eine große Rolle spielt. Juristische, politische, theologische und kulturwissenschaftliche Aspekte des Buch- und Bibliothekswesens haben hier auch ihren Platz.
Bibliotheken hatten immer schon einen engen Bezug zur Philologie. Die bibliothekarische Theorie hat dort, in den intensiven Beschäftigung mit Texten, deren Pflege und Bewahrung ihren Ursprung.
Daher werden auch Themen aus den Bereichen wie Indologie, Semitistik und Fennistik, aber auch der "alten Sprachen" ihren Platz haben. Im Schwerpunkt soll es dabei um Ressourcen und Tools für das Sprachenlernen und Erfahrungen damit gehen.
Gerade die alten Sprachen haben eine enge Verbindung zu "heiligen Schriften" und deren ritueller Praxis in der Liturgie. Wie die Philologie am Anfang der Bibliothekswissenschaft steht, so beginnt mit ihre auch die Religionswissenschaft, auch wenn dieser Ansatz als "Religionsphilologie" heute fast vergessen ist. Hier wird er ebenfalls zu finden sein.
Philologie ist nicht nur Hochkultur. Als "wilde Philologie" gehören verschiedene "Fandoms" aus populärkulturellen Bereichen auch hierher. Wenn Bücher und Bibliotheken dort thematisiert werden, so haben sie oft eine dunkle und melancholische Funktion. Gothic und Dark Academia dürfen daher auch nicht fehlen.
Kapselschriften sind in der bibliothekarischen Praxis immer ein "Kessel Buntes". Also auch hier.
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